Päpstliches Institut Santa Maria dell'Anima

Priesterkolleg, Pfarrei, Pilgerseelsorge

Berühmte Persönlichkeiten über die Anima

S. Maria dell’Anima, das ist die Beste
Martin Luther, aus den Tischreden
Eine erste Romperiode ist mir durch Kardinal Frings von Köln geschenkt worden, der mich zum II. Vaticanum als seinen theologischen Berater mitgenommen hat, wofür ich ihm nur immer dankbar sein kann. Kardinal Frings war Rheinländer durch und durch, deswegen war er dem Preußischen durchaus abgeneigt und fühlte sich zur österreichischen Lebensweise hingezogen. Er hat oft im Gespräch mit mir und mit Bischof Luthe zusammen das Liebenswerte der österreichischen Atmosphäre in der Anima betont, in der wir während der ganzen Sitzungen wohnten. So bin auch ich zum „Animalen“ geworden. Die Anima war zur Zeit des Konzils von einer gelassenen Heiterkeit geprägt, die zum Wesen des Katholischen gehört. Der Rektor in den Konzilsjahren, der bekannte Exeget Alois Stöger, bleibt in meiner Erinnerung sozusagen die klassische Synthese des Österreichischen mit dem Römischen in der Einheit der weltweiten katholischen Kirche. Die Anima lebt wieder und ist wieder ihrer Sendung gemäß Begegnungsort von Nord und Süd. Die Kirche S. Maria dell‘ Anima ist Geschichte und verkörpert Geschichte. Aber sie ist Träger einer lebendigen Geschichte, in der Vergangenheit Gegenwart befruchtet und Gegenwart durch das Vergangene lebendig macht. Und sie ist vor allen Dingen ein Ort der Berührung des Ewigen mit der Zeit, durch die die Zeit sich ins Unendliche öffnet und Ewigkeit in unsere Gegenwart hinein übersetzt.
Papst Benedikt XVI.
Schon der Name ist Programm. Vielschichtig, geheimnisvoll, archetypisch (C.G.Jung). Luft, Geist, Prana, Ruach, Pneuma, Akasha - und natürlich Seele. Und beseelt ist dieser Kraftort nahe der Piazza Navona tatsächlich. Hier fanden seit Jahrhunderten Pilger Aufnahme, hier wurde gebetet, gefeiert, musiziert. Das II.Vaticanum versammelte hier die bedeutendsten deutschsprachigen Konzilsväter und Theologen. Dieses Haus atmet wahrhaft Kirchengeschichte; immerhin der letzte Rest des Hl. Römischen Reichs. Und zugleich strahlt es eine heitere Geborgenheit und Lebenslust aus. Besonders eindrucksvoll ist dieser spiritus loci im Kirchenraum zu erfahren. Behutsam wurden die wunderbaren Gemälde, Figuren zurechtgerückt und angeordnet, gereinigt und beleuchtet. Und der sonntägliche Gottesdienst ist ein Magnet für die deutschsprechende Gemeinde in Rom, auch wegen der kirchenmusikalischen Kostbarkeiten, die das Kirchenjahr bereichern. Besonders schön ist der Blick weit über die Dächer Roms aus den Luken des kleinen Wohnturms bis zur majestätisch aufragenden Kuppel von Sankt Peter; nicht zu vergessen die kleine von Zitronenbäumen gesäumte Terrasse des Innenhofs, auf der sich so manch tiefschürfendes theologisch/philosophisch/politisches Gespräch entfaltete. Möge diese Anima ihre Schwingen noch viele Jahrhunderte aufspannen...
Dr. Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler Österreichs 2000-2007

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