János Scheffler

János Scheffler wurde am 29. Oktober 1887 Kálmánd in heutigen Rumänien geboren und am 6. Juli 1910 zum Priester geweiht. Als Alumnus unseres Kollegs studierte er in Rom und promovierte in kanonischem Recht. Am 26. März 1942 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Bischof von Satu Mare.

Am 23. Mai 1950 wurde János Scheffler vom kommunistischen Regime verhaftet und im Franziskanerkloster unter Hausarrest gestellt. Am 10. März 1952 wurde er in das Gefängnis Jilava bei Bukarest verbracht und dort gefoltert. Er starb am 6. Dezember 1952 und wurde anonym beerdigt.

Am 3. Juli 2011 wurde er auf dem Hauptplatz in Satu Mare im Auftrag von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen. Beim Angelus-Gebet gedachte Papst Benedikt XVI. des seligen János Scheffler: "Sein Zeugnis stütze stets den Glauben all derer, die sein Gedächtnis voll Zuneigung pflegen, sowie den der neuen Generationen."

Gedenktag: 17. Mai.

Karl von Österreich

Karl aus dem Hause Österreich wurde 1887 auf Schloss Persenbeug in Niederösterreich geboren. Mit seiner Ehefrau Zita von Bourbon-Parma und den Kindern führte er ein beispielhaftes Familienleben, geprägt von inniger Liebe zur Heiligsten Eucharistie und Verehrung der Seligen Jungfrau Maria. Während des Ersten Weltkrieges wurde er 1916 Kaiser von Österreich und zum König von Ungarn gekrönt. Er bemühte sich um einen gerechten und dauerhaften Frieden und förderte Recht und Gerechtigkeit. Nach dem Umsturz der staatlichen Ordnung wurde er 1919 ins Exil verbannt, lebte in Armut und ertrug seine Krankheit mit tiefem Gottesvertrauen. Er starb am 1. April 1922 in Funchal auf der Insel Madeira.

Bei seiner Seligsprechung am 3. Oktober 2004 in Rom sagte Papst Johannes Paul II.: „Er war ein Freund des Friedens. In seinen Augen war der Krieg etwas Entsetzliches. Mitten in den Stürmen des Ersten Weltkriegs an die Regierung gelangt, versuchte er die Friedensinitiative meines Vorgängers Benedikt XV. aufzugreifen. Von Anfang an verstand Kaiser Karl sein Herrscheramt als heiligen Dienst an seinen Völkern. Sein ernstes Bestreben war es, der Berufung des Christen zur Heiligkeit auch in seinem politischen Handeln zu folgen. Dabei war ihm der Gedanke der sozialen Liebe wichtig. Sei er uns allen ein Vorbild, besonders denen, die heute in Europa politische Verantwortung tragen!“

Carl Lampert

Carl Lampert wurde am 9. Januar 1894 in Göfis, welches in der Region Vorarlberg liegt, geboren. Er empfing 1918 in Brixen die Priesterweihe. Ab 1930 studierte er Kirchenrecht in Rom und wohnte im Priesterkolleg der St. Maria dell`Anima. Im Jahr 1935 wurde er Leiter des kirchlichen Gerichts in Innsbruck. Er wurde 1939 zum Provikar der Apostolischen Administratur und damit zum Vertreter des Bischofs von Innsbruck-Feldkirch ernannt.

Das NS-Regime identifizierte Lampert als „gefährlichsten Mann innerhalb des Klerus“. Durch einen Gestapo-Spitzel wurde er in eine angebliche „Spionage-Affäre“ verwickelt und gemeinsam mit Mitgliedern des „Stettiner Priesterkreises“ im Februar 1943 verhaftet. Am 13. November 1944 wurde Carl Lampert in Halle an der Saale enthauptet.

Das Verfahren zur Seligsprechung wurde 1998 eingeleitet. Am 13. November 2011, seinem 67. Todestag, wurde er in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn seliggesprochen.

Gedenktag: 13. November.