Ausflug nach Palestrina und Tivoli

Ausflug nach Palestrina und Tivoli

Trotz des einsetzenden Schlechtwetters fanden sich am 14. Mai ein Großteil der Kollegiaten, unsere vier geistlichen Schwestern sowie eine gute Anzahl der Angestellten der Anima abfahrbereit vor dem Bus ein, um gemeinsam einen erholsamen Tag zu verbringen. Die diesjährigen Reiseziele lauteten Palestrina und Tivoli. 
In Palestrina angekommen begannen wir den Tag mit der Feier der Heiligen Messe. Don Wouter de Paepe predigte zum Thema Freundschaft. Ausgehend von der Freundschaft Jesu sprach er über die Kunst der Freundschaft und den menschlichen sowie geistlichen Wert der Freundschaft. Er erinnerte uns daran, dass in jedem Menschen große Schätze verborgen liegen, die wir oft übersehen, die jedoch von uns gehoben werden können, wenn wir auf den anderen zugehen. Seine Predigt berührte einen wichtigen Punkt, was unter anderem daran ersichtlich wurde, dass sie noch mehrere Tage für Gesprächsstoff sorgte.
Nach dem Besuch des Diözesanmuseums setzte schwerer Platzregen ein, der nicht nur eine Planänderung erforderte, sondern auch die Stimmung beinahe zum Kippen brachte. „Mit Tränen in den Augen, die womöglich Regentropfen waren, wurde ich angefleht, das Reiseprogramm zu ändern“ so die Worte des Vizerektors Jan Polak. Die nun erforderliche unvorhergesehene Programmänderung verwehrte uns zwar eine längere Parkwanderung, bescherte uns aber dafür die Besichtigung des beeindruckenden Palazzo Barberini-Colonna, eines ursprünglich vorchristlichen Heiligtums. Die großartige Anlage sowie zahlreiche Relikte vorchristlicher Andachtsübungen begeisterten uns und inspirierten zu manchen tiefgründigen Reflexionen über den Menschen als homo religiosus.
Unter weiterhin strömenden Regen machten wir uns sodann nach Tivoli auf, wo wir gemeinsam die Vesper feierten. Don Pavel Fryvaldsky stimmte uns dabei mit seiner Predigt auf Pfingsten ein, indem er hervorhob, dass der Heilige Geist nicht nur bei der Schöpfung und verheißenen Neuschöpfung am Werk ist, sondern bereits im Heute, im Leben eines jeden Einzelnen. Beschwingt von seinen Worten fanden wir nun Gelegenheit für den wohl angenehmsten Teil unseres Ausflugs. Unter aufgerissenem Himmel schlenderten wir durch die wunderbare Parkanlage der Villa d’este, die uns in ihren Bann zog und zu angeregten Photoshootings animierte. Zu guter letzt ließen wir den Abend im treuen Gedenken unseres Rektors, der leider krankheitsbedingt nicht mit uns sein konnte, bei einem ausgiebigen und exzellenten Abendessen ausklingen.