Priesterkolleg, Pfarrei, Pilgerseelsorge

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnter diesen Gedanken kann man getrost das diesjährige Titelfest der Anima stellen. Wir feiern das Patrozinium der Kirche, von Bruderschaft und Kolleg Hl. Maria von den Seelen immer am Sonntag nach dem Allerseelenfest. In diesem Jahr konzentrierte sich dies auf den kürzest möglichen Zeitraum, sodass wir von Freitag an die letzten Dinge im Blick gehabt haben: Die Gemeinschaft der Heiligen, die Sorge für die Seelen, die noch auf Vollendung warten und die Bitte an die Gottesmutter, sich unseren Gebeten anzuschließen.

Für unseren Rektor Franz Xaver Brandmayr bedeutet dies auch das letzte Titelfestwochenende in seiner Amtszeit als Hausvorstand. Er stellte dafür beim Einkehrtag für die alten und neuen Mitglieder der Bruderschaft in gewohnter Weise Überlegungen an, wie ein christliches Europa zu stärken wäre. Die 13 neuen Mitglieder nahm er dabei ebenso in die Pflicht, wie die zahlreich erschienenen bisherigen Förderer des Gedankens der Anima in ihren Heimatländern.

Für die Verstorbenen zu beten, ist nicht nur eine christliche Tugend, vertiefte Kurat Konrad Bestle in der Messe am Allerseelentag, sondern auch eine Bitte, dass diese nach dem Tod für uns eintreten mögen. Mit einer Geschichte über Zwillinge, die über die für sie im Mutterleib unvorstellbare Zeit nach der Geburt stritten, verdeutlichte er, dass auch für uns die Auferstehung und das Leben nach dem Tod letztlich unvorstellbar bleiben. Die Gebete an den Gräbern unterhalb des Kirchenraumes waren lebendiger Ausdruck seiner Aufforderung.

Am Sonntag zelebrierte Rektor Brandmayr das Festhochamt mit zahlreichen weiteren Konzelebranten aus dem Kolleg, Priestern der römischen Kurie sowie aus der Bruderschaft. Die Kirche zeigte sich voll der grünen Mäntel von Bruderschaftsmitgliedern und auch weiterer Gläubiger, die nicht zuletzt gekommen waren, um die Cappella Santa Maria dell’Anima zu hören. Zur Aufführung kam in gewohnt herausragender Weise die Missa di Anima, die der Komponist Flavio Colusso selbst dirigierte. Mit dem Blick auf die Volksmenge um Zachäus galt die Ermutigung in der Predigt des Rektors allen, die weniger klagen und sich mehr auf den liebevollen Blick Jesu einlassen sollten. Die Mentalität gegenseitiger Beschuldigungen kann vom Vergebungshandeln Jesu durchbrochen werden, dass selbst an uns geschehen ist.

Nach der Aufnahme der Neumitglieder gab es für die Bruderschaft einen Empfang im Innenhof des Kollegs. Auch hier bestand nochmals die Möglichkeit zum Austausch zwischen den verschiedenen Mitgliedern, bevor man sich in die Bibliothek zu einem festlichen Mittagessen zurückzog. Spürbar war aber stets die Anteilnahme an den Errungenschaften in und um die Anima in den letzten Jahren und die sorgsame und kenntnisreiche Leitung des bald ausscheidenden Rektors. Noch einmal konnte so das Titelfest mit ihm als Amtsträger in großer Freude gefeiert werden. Seine Entpflichtung und Verabschiedung erfolgt allerdings erst am Ende seiner Amtszeit Ende Juni 2020 am Ende des Studienjahres.


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